Hinter Pandorra Engines steht kein Software-Haus, sondern ein Modellflieger mit Vereinsamt: Daniel Kiener — seit 1998 im Modellbau, im vierten Jahr 1. Vorsitzender des Modellbau-Clubs Schwandorf e. V. Ein Gespräch über Wäscheklammern am Startfeld, selbst gedruckte Fahrwerke und die Frage, wem man von einer App abraten sollte.
Daniel Kiener
Inhaber, Entwicklung
1. Vorsitzender, MBC Schwandorf e. V.
seit 1998
Weil die Frage, mit wem man es zu tun hat, vor jeder Produktfrage kommt.
Hubschrauber und Flächenmodelle. Beim Heli ruhiges Scale-Fliegen, bei den Flächen gerne Motormodelle — beides elektrisch. Mich reizt das langsame Scale-Fliegen mit großen Maschinen und deren Verhalten in der Luft.
Ein Bushmaster V2. Der leichte Fertigbau überzeugt bei kurzen Start- und Landestrecken. Das Fahrwerk baue ich gerade um: Es bekommt eine geschleppte Federung, damit die Landungen sanft werden und die Maschine bei der ersten Bodenberührung nicht springt. Konstruiert und gedruckt habe ich das selbst.
Angefangen habe ich mit 17 — das war 1998.
Ich arbeite bei einem Sondermaschinenbauer und bin dort in den Bereichen IT, Konstruktion, 3D-Druck und Entwicklung tätig.
Ich bin im vierten Jahr als 1. Vorstand im Modellbau-Club Schwandorf e. V. Tätigkeiten dieser Art verlangen Regelmäßigkeit und Aufmerksamkeit, wenn man ihnen gerecht werden will. Genau daraus ist die Idee zu Pandorra Engines entstanden: Ich entwickle Arbeitsweisen, die meinen eigenen Alltag effizienter machen — und packe das Erlernte anschließend in Software, damit andere ehrenamtliche Kollegen daran teilhaben können.
Pandorra Engines spielt dabei die Rolle, die Entwicklung marktgerecht und erschwinglich anbieten zu können. Deswegen bewusst nur kleine Strukturen und direkte Wege — so, wie es in einem Vereinsleben auch der Fall sein sollte.
Die Entstehungsgeschichte von Flugslot — beziehungsweise das, was heute als Produkt Slotline heißt.
Inspiriert hat mich das Impellermeeting bei unserem eigenen Verein, der die ausführende Stätte war. Bei so einer Veranstaltung merkt man sehr deutlich, wo es im Ablauf klemmt.
Beim Zutritt zur Startbahn ist eine Metallstange montiert, an die man Wäscheklammern anklippen kann — bei uns heißen die auf Bayrisch Klupperl. Das funktioniert nach dem Prinzip First In, First Out: Die Klammern reihen sich nacheinander an, und wer mit dem Fliegen fertig war, nahm seine Klammer wieder mit. So ist es bei uns 13 Jahre lang gelaufen.
Die Modellflieger reihten sich in einer langen Schlange auf, und die bewegte sich unregelmäßig fort — das zog reale Verzögerungen nach sich. Die Ursachen waren völlig normales Verhalten: Ein Pilot holt sich etwas zu trinken und schiebt seinen Flieger in der Zeit nicht weiter nach vorne. Es waren viele menschliche Dinge daran beteiligt, die Verzögerungen wachsen zu lassen.
Der Anstoß war, alle gleichzeitig informieren zu können — damit jeder sein Modell sicher und wohlbehütet an seinem Platz der Wahl abstellen kann, bis er zum Fliegen dran ist. Das Modell muss dann nicht mehr in der Schlange stehen und vorgeschoben werden.
Nach der Entwicklung kam der erste Test in kleiner Runde, dann ging es sehr schnell zum ersten Einsatz bei einem Freundschaftsfliegen — und danach zum eigentlichen Zweck, dem Impellermeeting. Zwischen der ersten laufenden Version und dem großen Einsatz lagen keine vier Wochen.
Die erste Meinung war: „Ja, schau mal, ob es angenommen wird und ob es zuverlässig funktioniert.“ Dort wurden die ersten Erfahrungen und Eindrücke gesammelt. Das hat den Einsatz bestärkt, und ich habe mit Aktualisierungen aus dem Echtbetrieb weitergemacht. Die App bekam ein Gesicht und eine einfache Art der Bedienung — was in der Realität einfach Spaß gemacht hat.
Gemessene Werte des Impellermeetings 2026, aus den Betriebsdaten der App.
Ehrlich beantwortet — auch da, wo die Antwort „lassen Sie es“ lautet.
Bei uns lief es auch 13 Jahre mit Klammern — bis eine Idee geboren war, die in der Praxis mit sehr vielen positiven Situationen gepunktet hat. Auf einmal war bei den Modellfliegern das Interesse geweckt, ihr eigenes Smartphone dafür zu nutzen. Sogar Persönlichkeiten, die Technik bisher als zweit- oder drittrangig angesehen hatten, waren plötzlich sehr interessiert, hatten Spaß am Umgang und an der simplen Vorgehensweise.
Apps und Anwendungen ereilt nämlich sehr schnell der Ruf, komplex, teuer und unüberschaubar zu sein — und dann ist das Interesse sofort weg. Diesen Fehler nicht zu machen, war von Anfang an die Intention.
Die häufigste Hilfestellung war, den QR-Code zu scannen — man muss dafür die Kamera-App verwenden — und der Hinweis, den Browser nicht zu schließen. Ich habe vielen Kollegen mit Tipps zur Seite gestanden, wie die Anwendung auf ihrem Smartphone geöffnet wird. Diese Szenarien habe ich quer durch alle Altersgruppen erlebt, egal ob jung oder erfahren.
Deshalb gibt es inzwischen eine Kurzanleitung auf einer eigenen Seite und einen zweiten, dezenten QR-Code auf dem Board am Platz, der direkt dorthin führt.
Abraten kann man nur, wenn alle mit der aktuellen Situation zufrieden sind und keine Lösung suchen — das ist der beste Zustand. Für Vereine, die nach Lösungen suchen, findet man immer einen Weg, etwas einzusetzen, das Zeit und Nerven spart.
Es kann deswegen kostenlos sein, weil es schon für den eigenen Zweck entwickelt worden ist und mir keinen zusätzlichen Aufwand mehr bereitet. Die Vereine können sich um die Einrichtung selbst organisieren — mit einer einfachen Anleitung und einem künftigen einfachen Download. Ein wenig PC-Kenntnis setzt das natürlich voraus.
Anleitung und Download-Paket für die Selbsteinrichtung sind noch in Arbeit. Bis sie fertig sind, richte ich die kostenlose Stufe auf Anfrage gemeinsam mit dem Verein ein. Was auf dieser Seite steht, soll dem entsprechen, was es wirklich schon gibt.
Weil die Frage sowieso kommt: Der Vorsitzende und der Anbieter sind hier dieselbe Person.
Ich bin lange Zeit Mitglied in diesem Verein und durfte die Dienste vorangegangener Ehrenamtlicher erfahren. Ich bin bestrebt, einen Teil davon zurückzugeben, um den Verein, der mir sehr am Herzen liegt, weiterleben zu lassen. Die Erholung nach der Arbeit auf unserem schönen Gelände zwischen den Badeseen ist mit Geld nicht aufzuwiegen.
Praktisch heißt das: Schwandorf ist meine Erprobungsumgebung. Der Verein zahlt für die Software nichts — er bekommt sie, und ich bekomme dafür einen Platz, auf dem sich jede Funktion im echten Flugbetrieb beweisen muss, bevor ich sie einem anderen Verein anbiete.
Beides. Ich liebe die Abwechslung und die Herausforderung, immer etwas Neues und Besseres zu erschaffen.
Meine größte Herausforderung ist es, dem gerecht zu werden, was die Vorgänger vorgelebt haben, und das zu erhalten — in einer Zeit, in der die Zeit für Familie und Hobby knapp geworden ist. Damit wird es auch schwerer, engagierte Vereinskameraden zu finden, die ein Amt im Vorstand übernehmen können oder wollen.
Dann reden wir darüber — unter Modellbaukollegen, ohne Vertriebstermin. Wie das bei uns am Platz aussieht, steht in der Referenz; woher die Firma kommt, erzählt die Startseite.
Ob Vereinslösung, Produktidee oder eine Frage zu Slotline.